23. Juli 2024

Skalabyrinth

Mein Gehirn ist dauerkreativ und produziert die ganze Zeit Zeuchs, einfach so. Das hat nicht unbedingt nur Vorteile, aber ich gehe hier vorwiegend auf diese ein. Wenn die Energie da ist, sie in Bahnen zu lenken, dann fallen dadurch nämlich zum Beispiel Geschichten ab, in deren Genuss ich die Welt kommen lasse.

Mein Anliegen dabei ist kein geringeres, als die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Zu schenken. Das versuche ich, indem ich Repräsentation schreibe, in der sich Menschen wiederfinden (z. B. queere oder neuroatypische); indem ich eine Welt oder Mikrokosmen entwerfe, in der wir Raum haben; indem ich relatable schreibe.

Das Anliegen spiegelt sich auch darin wieder, dass ich versuche, die Geschichten so barrierearm wie möglich zur Verfügung zu stellen. In vielen Formaten (epub, pdf, html, Hörbuch) und möglichst auch über kostenfreie Wege. Abseits von Print befinden sich die meisten meiner Geschichten gratis online.

»Mir kommt es auf Charakterentwicklung an und diese kann ich in ungefähr jedes Setting verlegen – ja, ich finde das sogar angenehm herausfordernd.«
Wir schreiben queer
Netzwerk queer-schreibender Autor*innen

Ob ich meine Schreibziele erreiche, kann nicht ich beurteilen. Deshalb liebe ich Feedback, merke mir, was mir häufig gesagt wird, womit ich assoziiert werde und was kritisiert wird. Wenn ihr je das Bedürfnis haben solltet, mich zuzutexten (zu erzählen), wie euch eine Geschichte von mir gefallen hat, was ihr dabei so gefühlt oder erlebt habt, was ihr assoziiert, nur zu!

Häufig wird mir von neuroatypischen Personen zurückgemeldet, dass meine Autismus-Repräsentation sehr gut ist, dass sie sich (teils das erste Mal) gesehen fühlen.

Ich habe den Ruf, sehr reflektierte Charaktere zu schreiben. Manche Lesenden meldeten mir zurück, dass sie durch meine Texte gelernt haben, besser eigene Grenzen zu setzen oder sich selbst ernster zu nehmen und die eigenen Bedürfnisse nicht für lächerlich zu halten. Ich schreibe emotional und vulnerabel. Meine Geschichten können wohltuend sein, den Finger in Wunden legen oder auch beides zugleich.

Ich spiele gern mit Erwartungen. Mir wird oft gesagt, dass meine Texte sinnvoll weitergehen, aber anders als Konventionen das vorgeben. Ich breche mit Regeln und Stereotypen.

Meine Texte sind außerdem bekannt für schlechte bis gute Wortwitze, Spiel mit Sprache und einen guten Sinn fürs Absurde. Ein paar neuroatypische Personen meldeten mir zurück, dass sie Beschreibungen sonst überspringen, aber meine mögen, weil sie die Welt wie tatsächlich von ihnen erlebt beschrieben. Ich kleide selten beschriebene Sinnesausdrücke in Worte.

Ich bin trans nicht-binär (trans maskulin). Ich habe kein Passing und das gehört irgendwie zu mir. Verschiedene Personalpronomen (3. Pers. singular) sind für mich gut. Ein mögliches ist as/sain/iem/as – das funktioniert etwa wie “es”, aber mit “a” statt “e”. Ich bin ace slut und polyamor. Statt als Autory o. ä. bezeichne ich mich als Schreibfisch und das dürft ihr auch gern.

Ich bin autistisch und habe eine Seheinschränkung, durch die meine Lesefähigkeit beeinträchtigt ist.

Alles davon schlägt sich in meinen Geschichten mehr oder weniger zentral nieder. Zu manchen der Themen biete ich Sensitivity Reading an.

Ich schreibe Fantasy, SciFi, SolarPunk, vielleicht manchmal Dark Fantasy (und Dark Funtasy), gelegentlich Contemporary, viel Slice of Life. Ich behaupte oft, dass ich in jedem Genre schreiben könne. Mir kommt es auf Charakterentwicklung an und diese kann ich in ungefähr jedes Setting verlegen – ja, ich finde das sogar angenehm herausfordernd. (Ich mag Herausforderungen.) Aber die Behauptung kann auch daher kommen, dass ich Genre-Konventionen nicht verstehe. Entsprechend schreibe ich vielleicht überhaupt kein Genre.

Ich finde SolarPunk gerade deshalb reizvoll, weil viele Menschen denken, es gäbe in einer positiven Gesellschaftsutopie ja keine Konflikte, was könnte die Geschichte dann spannend machen? Aber auch, weil ich denke, dass es hilfreich ist, sich mit Konzepten für eine bessere Welt zu befassen, ohne den Anspruch zu haben, dass sie optimal wären, weil ich als Einzelperson niemals die Diversität dieser Welt und, was alles in so eine Utopie passen muss, überblicken kann.

Häufige Themen bei mir sind:
Autismus und andere Neurodiversität.
Behinderungen.
Queere Repräsentation, vor allem asexuelle, trans und nicht-binäre Charaktere.
Kink, BDSM.
Heists, Hacken, Rätsel und analytische Plots.
Overpowerte Charaktere.
Freundschaft und Found Family.
Wasser, Segeln und Musik.

Ich habe einen Blog, in dem ich überwiegend Artikel zu Queersein und Behinderung publiziere, aber auch gelegentlich ein Buch rezensiere. Wenn du deutschsprachige Fantastik mit einer irgendwie genderqueeren Hauptfigur (z. B. trans, inter*, nicht-binär, agender, bestimmte Flavors von lesbisch) geschrieben hast, melde dich gern bei mir.

Neben dem Schreiben habe ich eine Menge weiterer kreativer Hobbys, wie Fotografieren von Fischen, Zeichnen, Malen, Musizieren und Hörbücher aufnehmen. Entsprechend sind meine Cover (bisher) alle von mir, sowie produziere ich für meine eigenen Bücher Hörbücher.



Text & Bilder © skalabyrinth;
mit freundlicher Genehmigung.
Unbezahlte Werbung.