Barbara Corsten

Wie bei vielen anderen Lesern fing meine Liebe zur Gay Romance mit einfachen Yaoi an. Während des Surfens im Internet sah ich voller Staunen: Was? Da gibt es auch Bücher? Her damit … und entdeckte eine neue Welt.
Als meine ersten eigenen Veröffentlichungen anstanden, entschied ich habe mich bewusst gegen ein Pseudonym und veröffentliche unter meinem Originalnamen. Die einzige Ausnahme: Ich reagiere normalerweise eher auf Babsi, da dies mein Rufname ist, das sah aber auf einem Buchcover ein bisschen zu unseriös aus. Der eigentliche Gedanke dahinter lautete – Wie kann ich in meinen (Gay) Geschichten für mehr Offenheit plädieren und mich gegen Homophobie positionieren, wenn ich mich hinter einem Pseudonym verstecke? Selbst nachdem ich mitbekommen hatte, dass einige Kollegen deshalb Schwierigkeiten in der Öffentlichkeit bekommen hatten und ihre Familie damit schützen wollten, stand für mich fest, dass dies nicht mein Weg ist. Ich beriet mich mit Mann und Kindern, die völlig hinter dieser Entscheidung standen.

Tja, wie kam ich zum Schreiben? Eigentlich schreibe ich für mich allein schon seit der Schulzeit – kleine Kurzgeschichten, Gedichte …

Die Lyrik blieb lange mein Zuhause, bis ich bemerkte, dass mein Können hinter meinem Mögen zurückblieb und ich meinen eigenen Anforderungen nicht mehr genügte. Dummerweise blockierte mich das für lange Zeit und ich schrieb drei unglückliche Jahre kein Wort mehr und kann niemandem erklären, wie es mir fehlte. Die stümperhaften Versuche wieder Worte zu finden, landeten direkt im Mülleimer, später, als ich endlich einen eigenen PC hatte, im Datennirwana. Irgendwann besann ich mich auf meine Kurzgeschichten und die Märchen, die ich für meine Kinder geschrieben hatte. 

Das Schicksal, die Fügung oder mein Karma oder wer auch immer, führte mich in dieser Zeit per Facebook mit Màili Cavanagh zusammen und wir fingen an gemeinsame Fanfiktion im „Supernatural“ Universum zu schreiben. Sie half mir, gab mir Tipps, sodass, zum (hoffentlich vorhandenem) Talent, auch endlich das Handwerk dazu kam. Dann kam der Zeitpunkt, an dem auch ich ihr helfen konnte und wir inspirierten uns gegenseitig. Wir kamen gut an, weil unsere Schreibweise zusammen passte.

»Wie kann ich in meinen (Gay) Geschichten für mehr Offenheit plädieren und mich gegen Homophobie positionieren, wenn ich mich hinter einem Pseudonym verstecke?«
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Auf meinem ersten Roman „Trust – Eine Frage des Vertrauens“ folgten einige Kurzgeschichten in diversen Anthologien und mein zweiter Roman „Der Klippenspringer“ im Dead Soft Verlag. In diesem Jahr (2019) veröffentlichte ich auch eine eigene Kurzgeschichtensammlung mit dem Titel „Kurzum: Liebe“. Aktuell ist mein dritter Roman kurz vor der Fertigstellung der Rohfassung. Drückt mir die Daumen, dass ich es bei meinem momentanen Renovierungsstress möglichst schnell schaffe. Zudem ruht auf meiner Festplatte gut die Hälfte des Spin Off zum „Klippenspringer“ in dem ein Nebenpairing eine eigene Geschichte erhält.

Leider habe ich keine eigene Internetpräsenz außer meiner FB Seite. Aber dort informiere ich ziemlich regelmäßig über neue Projekte und Veröffentlichungen und ihr seid herzlich eingeladen, euch dort umzusehen.

Ich würde euch gerne eine Liste meiner Veröffentlichungen zeigen, aber erstens sind es nicht so viele und zweitens will ich euch nicht langweilen. Wenn es euch interessiert, könnt ihr alles auf meinem unten verlinkten Amazonprofil nachlesen. Dann habt ihr auch direkt die Möglichkeit für einen Blick in die Bücher und das dürfte interessanter sein als schnöde Daten. 😉

Text & Bilder
© Barbara Corsten & Ruth Beckers Fotographie;
mit freundlicher Genehmigung.
Unbezahlte Werbung.
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