Helmut Fritz
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Über mich selbst schreibe ich eigentlich gar nicht so gerne, ich lasse lieber meine Geschichten für mich sprechen. Zum Schreiben kam ich erst relativ spät in meinem Leben, meine beiden ersten Romane habe ich 2023 veröffentlicht (ich bin Jahrgang 1964). Queer sind alle meine Geschichten, denn das ist ein Teil von mir. Allerdings habe ich verschiedene Genres ausprobiert: angefangen habe ich mit einem queeren Drama über den Konflikt zwischen Religion und Schwulsein, dann folgten zwei etwas leichtere Romane im Genre Gay Romance. Mein zweiteiliger Fantasy-Roman mit queeren Protagonisten (Die Erzählungen von Nemeton) hat mir Lust gemacht, zukünftig mehr in diesem Genre zu arbeiten.
2024 habe ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllt und bin aus dem lauten Ruhrgebiet aufs Land gezogen, denn zum Schreiben brauche ich vor allem Ruhe. Jetzt lebe ich an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein und kann jederzeit innerhalb von wenigen Minuten an den Strand gehen. Meine Produktivität beim Schreiben hat (bisher) nicht darunter gelitten. An einem idealen Tag schreibe und recherchiere ich von morgens bis zum frühen Nachmittag etwa 4 bis 6 Stunden, danach geht es zum Strand.
Meine Geschichten entstehen natürlich zuerst im Kopf. Da mir viele Ideen nachts oder unter der Dusche kommen, habe ich mir angewöhnt, meine Geistesblitze ins Handy zu sprechen oder in ein Notizbuch zu schreiben. Wenn ich genügend Material gesammelt habe, schreibe ich zuerst einen kurzen Plot (ca. 1 Seite), danach gehe ich ins Detail und schreibe einen langen Plot (ca. 3 Seiten). Allerdings entwickeln meine Protagonisten während des Schreibens meist ein wildes Eigenleben und wollen sich partout nicht an meine Vorgaben halten. Sind meine fertigen Geschichten anfangs noch relativ nah am Plot, so kommen wir gegen Ende oft ziemlich stark vom Kurs ab. Schreiben ist eben doch ein kreativer Prozess, bei dem man keine To-Do-Listen abarbeiten will.
Von Schreibblockaden bin ich bisher verschont geblieben. Wenn ich mich morgens an meinen Schreibtisch setzte, weiß ich allerdings oft nicht, wie ich meine Geschichte weiterschreiben soll. Dann lese ich das letzte Kapitel und/oder das, was ich am Vortag geschrieben habe, nochmal durch. Meist beziehe ich daraus genügend Inspiration für die Fortsetzung.
Als Selfpublisher mache ich rund um meine Bücher alles selbst. Ich gestalte das Cover, denke mir den Klappentext aus und mache auch die Werbung komplett selbst und auf eigene Kosten. Letzteres leider oft mit mäßigem Erfolg. Dieser Teil der Schriftstellerei macht mir nicht so viel Spaß und mir wäre es lieber, wenn ich mich ausschließlich auf das Schreiben konzentrieren könnte.
Informationen über meine Romane findet ihr auf meiner Homepage.
Text & Bilder © Helmut Fritz;
mit freundlicher Genehmigung.
Unbezahlte Werbung.
