Grossstadtheldin
Ein regenbogenbuntes Bonjour und bienvenue zu meinem Vorstellungstext!
Ich bin Nici (sie/ihr) und veröffentliche unter den Pseudonymen »GROSSSTADTHELDIN« und »Nici Heldin« vor allem Frau-liebt-Frau-Liebesgeschichten in einem Genre-Mix aus Sapphic Romance und Poetry.
Mit meinen Büchern möchte ich Sapphics einen Safe-Space zwischen Buchseiten schenken und schreibend dafür sorgen, dass Vorurteile ihnen gegenüber abgebaut werden. Ein Stück weit schreibe ich auch immer noch für meine innere Teenagerin, die sich so sehr nach sapphic Büchern gesehnt hat, um sich weniger allein zu fühlen, und ich kann nur nochmal betonen: Wir brauchen queere Repräsentation!
Beim Schreiben ist mir besonders wichtig, zwei verschiedene Erzählstimmen zu kreieren, die sich wirklich voneinander unterscheiden. So erzähle ich in meinem Kurzroman »Kopfloskunstvoll« die Liebesgeschichte zwischen einer angehenden Fotografin und einer Singer-Songwriterin mit einer prosaischen und einer poetischen Ich-Erzählperspektive. Diese Art des Erzählens habe ich im Folgeband »Herzvollziellos« fortgesetzt und durch eigene Fotos und QR-Codes zum Anhören der Gedichte ergänzt. Die Fotos an den jeweiligen Schauplätzen aufzunehmen und die Audiodateien einzusprechen, um sie mit passenden Geräuschen zu unterlegen, hat mir unfassbar viel Spaß gemacht!
Die Schauplätze meiner Bücher fotografiere ich nicht nur gern, am liebsten schreibe ich auch an ihnen, um den Vibe der Geschichte noch besser einzufangen, wie zum Beispiel in der Buchhandlung »Shakespeare and Company« oder im »59 Rivoli« in Paris. Wenn ich dabei noch Mousse au Chocolat essen darf, bin ich im siebten Himmel. Ihr merkt schon, ich liebe Frankreich, aber auch die deutsche Stadt Potsdam hat einen Platz in meinem Herzen. Dort engagiere ich mich für »Potsdam liest queer«, ein queeres Literaturfest, das durch Lesungen, Queertivity-Talks, Signierstunden, Poetryslams und Mitmachstände, wie zum Beispiel dem queeren Bücherquiz oder dem Regenbogenlesezeichen-Basteln, zu einem Safe-Space voller Queerjoy wird.
Übrigens traue ich mich, selbst nach vier veröffentlichten Büchern und einem selbstorganisierten Literaturfest, oft immer noch nicht zu sagen, dass ich Autor:in bin und dass ich hier gerade meinen Vorstellungstext für das Katalog-Profil von »Wir schreiben queer« tippe, kommt mir auch total unwirklich vor. Daher lade ich jetzt mich – und somit auch euch – zu einer Runde »Zuckerstück und Säurebad – Autor:innen-Edition« ein. Lasst uns gemeinsam zurückschauen auf sogar zwei Autor:innen-Zuckerstücke und -Säurebäder, weil meine Lieblingszahl die Zwei ist und ich mich ohnehin immer nur schwer entscheiden kann. *g
Mein Autor:innen-Säurebad Nummer 1 war ein Lektorat, das mich an meine schriftstellerischen Grenzen brachte. Ehrlich gesagt, bin ich immer noch überrascht, dass die Kurzgeschichte bald veröffentlicht wird, weil ich eine Zeit lang so sehr an mir und meinem Können zweifelte, dass ich dachte, einige Anmerkungen meiner Lektorin nicht umsetzen zu können, und mich fragte, ob ich die Kurzgeschichte nicht lieber zurückziehen sollte.
Knapp dahinter reiht sich mein Autor:innen-Säurebad Nummer 2 ein, das erstmal ganz idyllisch klingt. In einem zauberschönen Potsdamer Café mit Rosenblüten an den Wänden und Red-Velvet-Waffeln neben dampfenden Mandelmilch-Chai-Lattes auf unserem Tisch signierte ich ein »Herzvollziellos«-Exemplar für eine liebe ehemalige Arbeitskollegin – und verschrieb mich bei meiner Unterschrift… Auch wenn ich es noch halbwegs mit meinen Kreativ-Skills retten konnte, sag ich nur: Autsch!
Mein Autor:innen-Zuckerstück Nummer 1 war ein Kompliment einer Autorin, die ich sehr bewundere, und die ich inzwischen zu meinen Freund:innen zählen darf. Sie verglich mein Schreiben mit Aquarell-Malerei und ich habe mich selten so gesehen gefühlt. Mein Autor:innen-Zuckerstück Nummer 2 war beim »Queer Book Day« 2025 in München, als ich meine erste »Herzvollziellos«-Lesung beendet hatte und ein paar Zuhörer:innen zu meinem Autorinnentisch gestürmt kamen. Mit leuchtenden Augen erstanden sie Exemplare von »Kopfloskunstvoll« und sagten mir, während ich die Bücher für sie signierte, – dieses Mal zum Glück ohne Fehler – dass ich sie mit meiner Lesung überzeugt hätte. Ich war so kribbelig-gerührt und dieser Moment bedeutet mir bis heute unheimlich viel! Aus beiden Autor:innen-Zuckerstücken ziehe ich super viel Motivation! DANKE dafür!
Darüber hinaus gibt es noch so viele coole Autor:innen-Dinge, über die ich mich unfassbar freue. Im März 2026 erschien zum Beispiel die Anthologie »Queer through the year« des »Queer Poets Departement«, für die ich nicht nur eine sommerliche sapphic Kurzgeschichte mit einer poetischen und einer prosaischen Erzählperspektive geschrieben habe, sondern auch fünf andere Kurzgeschichten korrekturlesen durfte. In unserer Anthologie könnt ihr mit 17 Kurzgeschichten durch die vier Jahreszeiten reisen. Na, wer kommt mit?
Ich denke übrigens, spätestens nach diesen zuckrig-sauren Erlebnissen und der Autor:innen-Vorfreude darf man sich Autor:in nennen, oder was meint ihr?
Also: Hey, ich heiße Nici und bin nicht nur Buchbloggerin, Veranstalterin und Model, sondern auch Autorin! Besucht mich gern auf Instagram. Ich freu mich auf euch! Und ich wünsch euch ganz viele Zuckerstücke!
Regenbogenbunte Grüße aus Potsdam
Nici
Bannerillustration & Profilbild: © Maximilien Diaz;
GROSSSTADTHELDIN
mit freundlicher Genehmigung.
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