Madame de Paris | Leseprobe
Schon vier Monate ist es her, dass wir Euch eine Leseprobe vorgeschlagen haben, da uns der Podcast und die WSQ-Awards einiges an zeitlichen Ressourcen geraubt haben. Die Sektion der Leseproben ist aber nach wie vor aktiv und Ihr dürft uns auch weiterhin Textausschnitte zu Euren aktuellen Büchern einreichen. Wir werden sie bei Eignung in jedem Fall auf unserer Seite aufnehmen und die Romane bewerben!
Heute wollen wir Euch das historische Drama ›Madame de Paris‹ um die französische Henkersfamilie Sanson vorstellen. Der 148 Seiten starke Roman mit dem sehr düsteren Cover wurde im September 2025 von Martin Schnick publiziert.
»Ich war über viele Jahre nebenher als Reiseleiter für Paris tätig, und dabei fiel mir eines Tages ein Buch über die Henker Frankreichs in die Hände. Darin wurde auch kurz Henri-Clément Sanson erwähnt, der angeblich homosexuell gewesen sei. Schwul und Henker? Das konnte ich mir nicht vorstellen und begann, weiter zu recherchieren. Und dabei bin ich auf diesen – auch in Frankreich kaum bekannten – Skandal gestoßen.
Im Zentrum des Romans steht Henri-Clément Sanson, der letzte Spross der berüchtigten Scharfrichterdynastie. Er war spielsüchtig, homosexuell und eine schillernde Figur der französischen Geschichte. Er machte seinen Geliebten zum Gehilfen, er verkaufte mehrmals das Beil, mit dem Marie Antoinette enthauptet wurde und verpfändete sogar einst die Guillotine, um seine Spielschulden zu begleichen. Im Jahr 1847 wurde er im Zuge des Skandals um den ebenfalls homosexuellen Justizminister Martin du Nord unerwartet aus dem Henkersamt entlassen.
Doch bei aller Tragik kommen auch komische Momente nicht zu kurz.«
Klappentext:
‘Madame de Paris’ entführt die Lesenden in die düstere Welt des Henkers von Paris ein. Henri-Clément Sanson, der letzte Spross der berüchtigten Scharfrichterdynastie, gewährt dem jungen Journalisten Georges Dumas Einblick in seine Familiengeschichte. Über Generationen hinweg stellten die Sansons den gefürchteten “Monsieur de Paris”. Von der Hinrichtung Marie Antoinettes bis zu den Köpfen der Revolutionäre – ihre Guillotine prägte die Geschichte Frankreichs.
Georges Dumas, ein unehelicher Sohn des berühmten Schriftstellers, kommt dabei den dunklen Geheimnissen des alten Sanson auf die Spur: Ist der Henker homosexuell und spielsüchtig? Hat er einst die Guillotine verpfändet, um seine Schulden zu begleichen? Und was hat seine Abberufung mit dem Skandal um den Justizminister zu tun?
Doch auch der junge Dumas kämpft mit seinen Dämonen: Er sucht die Anerkennung seines Vaters, verliebt sich heimlich in die Verlobte seines besten Freundes und ist bereit, diese Freundschaft für seine politischen Ideale zu verraten.
In diesem fesselnden historischen Roman verschmelzen die dunklen Kapitel der französischen Geschichte mit den intimen Bekenntnissen zweier Männer, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
„Madame de Paris“ erstellt ein tiefgründiges Psychogramm eines blutrünstigen Gewerbes und zeichnet zugleich ein Pariser Sittengemälde zur Zeit des Second Empire.
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© Martin Schnick
Wer nun neugierig auf die Geschichte geworden ist, dem wünschen wir gute Unterhaltung beim Entdecken und Lesen der Leseprobe von ›Madame de Paris‹.
Im Übrigen könnt Ihr auch gerne die Kommentarfunktion auf unserer Seite nutzen. *g
Wir wünschen nun gute Unterhaltung und bedanken uns bei Martin für die Einsendung der Leseprobe. ^^
© Cover: Martin Schnick
© Hintergrund von Annie Spratt | Unsplash
Übrigens….
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