Lennard Rouven
Hallo, ich bin Lennard Rouven. Und ich führe ein Doppelleben.
Willkommen in meinem Kopf! Wenn du dich fragst, wer der Typ ist, der „Berlin Summer Love“ verbrochen hat: Hier ist das Geständnis.
Manche Leute sammeln Briefmarken, andere gehen Angeln. Ich? Ich pendele zwischen zwei Realitäten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Lennard Rouven ist dabei mein Pseudonym – mein kreatives Alter Ego, mit dem ich Dinge ausspreche, für die im Alltag oft kein Platz ist.
Tagsüber bin ich im Gesundheitswesen in Ostwestfalen-Lippe (OWL) unterwegs. Da heißt es: Struktur, Pragmatismus, Menschen stabilisieren. Blutdruck messen, Formulare ausfüllen, ernst gucken.
Aber sobald die Sonne untergeht (oder ich Feierabend habe), tausche ich das Stethoskop gegen die Tastatur und mache genau das Gegenteil: Ich erschüttere Menschen. Zumindest emotional.
Wie ich dazu kam, Geschichten zu schreiben (und warum es wehtun muss)
Eigentlich war es Notwehr gegen die Langeweile der „Norm“. Ich habe schon früher immer kleine Kurzgeschichten geschrieben, quasi als Ventil. Aber erst jetzt habe ich mich endlich getraut, den großen Schritt zu wagen und mit „Berlin Summer Love“ mein erstes echtes Coming-of-Age / New Adult Buch zu veröffentlichen.
Ich liebe Geschichten, die echt sind. Und seien wir ehrlich: Die klassische „Junge trifft Mädchen, sie trinken Tee, heiraten und kaufen einen Bausparvertrag“-Nummer hat man schon tausendmal gelesen. Das Leben hat keinen Weichzeichner-Filter, und genau so schreibe ich auch.
Ich mag es, Themen anzufassen, die unbequem sind. Ich will dorthin, wo es knistert, wo es wehtut und wo man sich verletzlich macht. Meine Protagonisten dürfen nicht nur glänzen, sie müssen auch scheitern, bluten (metaphorisch, meistens) und wieder aufstehen. Ich schreibe abseits der Norm, weil das echte Leben sich auch nicht an Drehbücher hält.
Meine Hassliebe: Die Community & Berlin
Queere Geschichten zu schreiben, war für mich kein Marketing-Schachzug, sondern ein inneres Bedürfnis. Ich bin Teil dieser bunten, lauten Welt, ich lebe und liebe das queere Leben. Aber ich bin auch ein kritischer Beobachter. Nicht alles, was glänzt, ist Gold – auch nicht unter dem Regenbogen. Ich zeige die Community so, wie ich sie erlebe: voller Solidarität und Freiheit, aber manchmal auch oberflächlich oder hart. Ich bin mittendrin, aber ich erlaube mir den Schritt zurück, um auch die Risse im Glitzer zu sehen.
Und Berlin? Das ist keine frische Romanze, das ist eine Langzeitbeziehung. Schon in meiner Kindheit war ich oft dort, habe den Vibe der Stadt aufgesogen, lange bevor ich ihn in Worte fassen konnte. Berlin ist für mich der perfekte Spielplatz für meine Figuren: dreckig, ehrlich und wunderschön zugleich.
Überhaupt ist Reisen mein Sauerstoff. Ich muss raus, um drin (in meinem Kopf) neue Welten zu bauen.
Musik ist kein Geräusch, es ist ein Vibe (und ein Radio-Sender!)
Wenn ich schreibe, ist es nie still. Musik ist für mich mehr als nur Hintergrundbeschallung; sie ist der Herzschlag jeder Szene. Das geht sogar so weit, dass ich während der Corona-Zeit meinen eigenen Sender Gayradio bei laut.fm gestartet habe.
Was als Projekt gegen den Lagerkoller begann, ist mittlerweile zu einer Community auf Facebook mit über 1700 Followern gewachsen, in der sich nationale und internationale Musikkünstler zusammengeschlossen haben. Dieser Vibe fließt direkt in meine Bücher: Auch in Berlin Summer Love spielt Musik eine fast genauso wichtige Rolle wie die Liebe selbst. Ich schreibe quasi im Takt.
Mein Genre-Zuhause (und wo ich die Tür verriegle)
Ich bewege mich im Coming-of-Age und New Adult Bereich. Ich mag dieses flirrende Gefühl von „Alles ist möglich, aber alles ist auch verdammt kompliziert“.
Was mir besonders Spaß macht?
Der Moment, wenn ich merke, dass eine Figur ein Eigenleben entwickelt und Dinge tut, die ich so gar nicht geplant hatte. Wenn aus einem harmlosen Flirt plötzlich ein Drama wird, bei dem ich selbst vorm Laptop sitze und flüstere: „Nein, das hast du jetzt nicht wirklich gesagt?!“
Welches Genre so gar nicht meins ist:
High Fantasy mit 500-seitigen Erklärungen über das politische System der Zwerge. Ich habe keine Geduld für Drachen, wenn ich echte Menschen haben kann, die ihre eigenen inneren Monster bekämpfen.
Plotter oder Chaos-Pilot?
Hier kommt der Mann aus dem Gesundheitswesen durch: Ich bin ein hybrider Plotter.
Ich brauche ein Skelett. Ich muss wissen, wo die Reise hingeht, sonst verfahren sich meine Protagonisten in Neukölln und kommen nie wieder raus. Aber ich lasse genug Raum für spontane Eskalationen. Wenn ich alles bis ins kleinste Detail planen würde, wäre das Schreiben ja Arbeit – und Arbeit habe ich tagsüber schon genug.
Was ich schon immer mal sagen wollte
Ich schreibe nicht, um der Welt zu erklären, wie sie funktioniert. Ich schreibe, um herauszufinden, wie sie sich anfühlt. Meine Geschichten sind der Soundtrack für alle, die noch suchen. Egal ob in Berlin, OWL oder irgendwo dazwischen.
Und falls ihr mein Buch lest und an einer Stelle weinen müsst: Sorry. Not sorry. Das war Absicht. Im Krankenhaus stabilisiere ich euch wieder, versprochen!
Lust auf mehr Drama, Liebe und Berlin?
Besucht mich auf meiner Homepage oder schreibt mir auf Social Media. Ich beiße nicht (außer in meinen Büchern).
Text & Bilder © Lennard Rouven;
mit freundlicher Genehmigung.
Unbezahlte Werbung.
